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Shelter SilTech 120: Wenn mechanischer Schutz den Unterschied im deutschen Waldumbau macht

Shelter SilTech 120: quando la protezione meccanica fa la differenza nel Waldumbau tedesco - Arbri Store

Wie ein rohrförmiges Netz mit doppelter, abriebfester Webkante den Ansatz zum Schutz junger Pflanzen in Aufforstungsprojekten in Nordrhein-Westfalen verändert.


Im Herzen des Sauerlands, zwischen Arnsberg und Meschede, erzählt die Waldlandschaft eine Geschichte erzwungener Transformation. Die heißen Sommer der Jahre 2018–2020 und der Befall durch den Buchdrucker (Ips typographus) haben allein in Nordrhein-Westfalen über 100.000 Hektar reiner Fichtenwälder vollständig zerstört. Heute errichten die lokalen Forstbetriebe auf denselben Flächen die Mischwälder der Zukunft — und jede einzelne gepflanzte Setzling stellt eine Investition dar, die mit größter Sorgfalt geschützt werden muss.

In diesem operativen Kontext findet der Netztubus SilTech 120 von Arbrì zunehmend Anwendung, dank eines technischen Details, das ihn von den meisten auf dem europäischen Markt erhältlichen Netzschutzhüllen unterscheidet: die doppelte Webkante, die sowohl am oberen als auch am unteren Rand des Tubus positioniert ist.

Das unterschätzte Problem: windbedingter Rindenabrieb

Jeder, der Tausende von Rohrschutzhüllen im Freiland installiert hat, weiß, dass der Wind ein ebenso großer Feind ist wie Wild. Nicht weil das Netz reißt – moderne Materialien halten Böen weit über 100 km/h stand – sondern weil die oszillierende Bewegung des Rohrschutzes um den Stützpfahl ein chronisches Reiben des Netzes an der Rinde der jungen Pflanze verursacht.

Bei Arten mit dünner Rinde wie der Rotbuche (Fagus sylvatica), der Vogelkirsche (Prunus avium) oder der Stieleiche (Quercus robur) – allesamt zentrale Baumarten in den deutschen Waldumbauplänen – kann dieses wiederholte Mikrotrauma Längswunden verursachen, die Eintrittspforten für Pilzpathogene (Neonectria, Phytophthora) werden und das radiale Wachstum in den ersten 3–5 kritischen Jahren erheblich verlangsamen.

Viele im Handel erhältliche Netzschutzhüllen haben nur am oberen Teil des Rohrs einen geformten Rand, wo der Kontakt mit dem Stamm am deutlichsten ist. Doch in der Praxis, insbesondere an Standorten, die den typischen Westwinden der Mittelgebirge des Rheinlands ausgesetzt sind, verursacht der untere Rand der Schutzhülle – am Pfahl verankert, aber frei schwingend – einen ebenso tückischen Abrieb im Bereich des Wurzelhalses, einer physiologisch empfindlichen Stelle.

Die technische Antwort: doppelte Webkante und Flächengewicht 200 g/m²

Der SilTech 120 Rohrschutz geht das Problem mit einem präzisen technischen Ansatz an. Das extrudierte Polyethylen-Rohrnetz weist eine quadratische Maschenweite von 10×10 mm auf – dicht genug, um Hasen- und Kaninchenbisse abzuwehren, aber offen genug, um das interne Mikroklima nicht zu beeinträchtigen. Der Anwendungsdurchmesser von 120 mm macht es mit den meisten Standardpfählen von 25–30 mm kompatibel und lässt der Pflanze in den ersten Jahren ausreichend Wachstumsraum.

Das Unterscheidungsmerkmal ist die doppelte Webkante – zwei Bänder aus durchgehendem Material ohne Maschenöffnungen, die an den oberen und unteren Rändern des Rohrs verschweißt sind. Diese Bänder wirken als strukturelle Polster: Sie verteilen den Kontaktdruck auf eine größere Fläche und verhindern, dass die Netzknoten direkt in das Rindengewebe einschneiden. Das Ergebnis ist eine drastische Reduzierung des Risikos mechanischer Verletzungen, selbst an windigen Standorten, wo der Rohrschutz kontinuierlichen Schwingungen ausgesetzt ist.

Das Flächengewicht von 200 g/m² positioniert den SilTech 120 im oberen Bereich der mechanischen Festigkeit unter den Netzschutzhüllen. Zum Vergleich: Viele Rohrgitter auf dem Markt liegen zwischen 100 und 150 g/m², ein Bereich, der für Anwendungen in geschützten Umgebungen ausreichend ist, aber unzureichend, wenn kombinierte Belastungen – Wind, starke Schneelasten, Aufprall durch Huftiere – ein Material erfordern, das nach 2–3 Saisons nicht nachgibt.

Anwendungsfall: Kompensationsaufforstung im Forstamt Arnsberg

Im Frühjahr 2025 pflanzte ein privates Forstunternehmen im Kreis Arnsberg 4.500 Setzlinge auf einer Fläche von rund 3 Hektar, die zuvor eine vollständig absterbende Fichtenmonokultur gewesen war. Der Pflanzplan sah ein Mosaik aus Buche, Traubeneiche (Quercus petraea), Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und Douglasie (Pseudotsuga menziesii) vor – eine typische Mischung gemäß den neuen Leitlinien des Bundesprogramms Klimaangepasstes Waldmanagement.

Der Standort, auf ca. 450 m ü. NN an einem Nordwesthang gelegen, ist über 200 Tage im Jahr anhaltenden Winden ausgesetzt. Frühere Erfahrungen mit leichten Netzschutzhüllen hatten zwei wiederkehrende Probleme gezeigt: strukturelles Versagen des Netzes innerhalb des zweiten Winters und Abriebschäden am Wurzelhals bei Buchensetzlingen, mit Ausfallraten von bis zu 15 %, die ausschließlich auf mechanische Verletzungen zurückzuführen waren.

Der SilTech 120 Rohrschutz wurde in einer Höhe von 80 cm installiert – ausreichend für den Schutz vor Hasenbiss, aber handhabbar für die schnelle Installation durch Teams von 3–4 Mitarbeitern. Jeder Tubus wurde über den Setzling geschoben und mit biologisch abbaubarem Bindematerial am Pfahl befestigt. Die Installation dauerte durchschnittlich 25–30 Sekunden pro Pflanze, ein wettbewerbsfähiger Wert im Vergleich zu starren vorgeformten Systemen, die oft die doppelte Zeit benötigen.

Ein Jahr nach der Pflanzung zeigte die Zwischenüberwachung eine Reduzierung des mechanischen Ausfalls auf 1,8 % – ein Wert, den der technische Leiter des Projekts maßgeblich der Wirksamkeit der doppelten Webkante bei der Vermeidung von Reibungsschäden zuschreibt.

Kurze technische Daten

Parameter Wert
Material Technisches Polyethylen (PE)
Struktur Extrudiertes Rohrgitter
Maschenweite 10 × 10 mm
Durchmesser 120 mm
Flächengewicht 200 g/m²
Farbe Grün
Verfügbare Höhen 60 cm · 80 cm · 120 cm
Verpackung 10 Stück / 50 Stück / Palette (bis zu 5.500 Stück)
Webkante Doppelband (oben + unten)
UV-Beständigkeit Hoch – mehrjährige Haltbarkeit im Feld
Mechanische Festigkeit Hoch (Zug, Stoß, Schneelast)

Warum die untere Webkante genauso wichtig ist wie die obere

Es ist eine Frage der angewandten Biomechanik. Der Rohrschutz, der an einem oder zwei Zwischenpunkten am Pfahl befestigt ist, verhält sich wie ein eingespannter Ausleger, der periodischen seitlichen Belastungen (Wind) ausgesetzt ist. Die Punkte höchster mechanischer Belastung – und damit höchsten Abriebs am Stamm – befinden sich an den Enden: die Spitze des Rohrs, wo die Pflanze herausragt, und die Basis, wo der Wurzelhals durch das Durchmesserwachstum bereits unter Spannung steht.

Ein Schutz, der nur oben eine glatte Umrandung aufweist, lässt den Basalbereich ungeschützt, wo die Rinde oft dünner ist und das Risiko einer Pilzinfektion aufgrund der Nähe zum feuchten Boden größer ist. Die doppelte Webkante des SilTech 120 schließt diese Anfälligkeit und bietet einen symmetrischen Schutz über das gesamte Rohrprofil hinweg.

Anwendungen jenseits der Aufforstung

Während der deutsche Waldumbau das anspruchsvollste Prüffeld darstellt, findet der SilTech 120 Rohrschutz auch in weniger extremen, aber mechanisch ebenso anspruchsvollen Kontexten Anwendung: in neu angelegten Obstanlagen – insbesondere bei Kern- und Steinobst in den ersten 2 Jahren –, im Wertholz-Anbau mit Edellaubhölzern, in Trüffelkulturen, wo der Schutz vor Wildtieren Priorität hat, sowie bei der Renaturierung von Uferstreifen und Feldhecken im Rahmen von GAP- und LIFE-Projekten.

Die Verfügbarkeit in Formaten von der Einzelverpackung mit 10 Stück bis zur Industriepalette (5.500 Stück im Format 60 cm) macht es sowohl für den kleinen Waldbesitzer als auch für das strukturierte Forstunternehmen skalierbar.

Schlussbemerkungen

Der Schutz junger Pflanzen ist ein Kostenfaktor, der das Budget jedes Pflanzprojekts erheblich beeinflusst. Er ist aber auch der Faktor, der die Anwuchsrate bestimmt – und somit die tatsächlichen Kosten pro nach 5 Jahren überlebender Pflanze. In einem Kontext wie dem deutschen Waldumbau, wo öffentliche Fördermittel des GAK-Programms die Begünstigten an präzise Überlebensziele binden, ist die Wahl einer Schutzhülle, die die Ursachen mechanischer Ausfälle aktiv reduziert, kein Luxus, sondern eine wirtschaftliche Kalkulation.

Der SilTech 120 Rohrschutz von Arbrì bietet eine konkrete Lösung für ein spezifisches Problem – den windbedingten Rindenabrieb –, das viele Netzschutzsysteme weiterhin unterschätzen. Die Kombination aus doppelter Webkante, hohem Flächengewicht und extrudierter Rohrgitterstruktur positioniert ihn als technische Referenzoption für Grünflächenprofis, die unter anspruchsvollen Umweltbedingungen arbeiten.


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